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Hamburg und Nordsee

Hamburg und die Nordsee

Warum immer in die Ferne schweifen, wenn man auch ganz in der Nähe Urlaub machen kann? Deshalb ging es für uns Anfang September an die Nordsee – erst nach Hamburg, anschließend nach St. Peter-Ording und dann auf die schöne Nordseeinsel Sylt.

Hamburg meine Perle

Speicherstadt in Hamburg

Speicherstadt in Hamburg

Unser Trip beginnt in Hamburg und da wir bereits einige Male in der Hafenstadt waren, lassen wir die üblichen Sightseeing Spots aus und machen uns auf zu einer gemütlichen Runde durch die Stadt. Der Hunger verschlägt uns zuerst in die Nord Coast Roastery, wo es guten Kaffee und leckeres Frühstück gibt. Wir übernachten im Sir Nikolai Hotel, wir waren begeistert vom durchdesignten Zimmer und die absolut bequemen Betten sind sowieso ein Highlight.

Weiter geht’s in die Elbphilharmonie. Als wir zuletzt 2015 in Hamburg waren, war es leider noch nicht möglich das Konzerthaus zu besichtigen. Das holen wir natürlich gleich nach und ziehen ein kostenloses Ticket am Eingang. Mit dem ist es möglich, den Plaza zu bestaunen und den Hamburger Hafen aus der Vogelperspektive zu beobachten. Leider kann man die bekannten Konzertsäle nicht besichtigen, was ich ein bisschen schade finde – dafür muss man sich wohl ein Konzertticket kaufen.

Nachmittags schlendern wir durch das Karolinenviertel, in dem es viele Second Hand Shops und Fair Fashion Shops gibt (das glore hat z. B. eine sehr große Auswahl an fairer und nachhaltiger Mode). Guten Kaffee, Kuchen und die süßeste Einrichtung gibt es bei Gretchens VillaAbends gehen wir gemütlich mit Freunden essen und freuen uns schon auf den nächsten Tag – es geht ab an die Nordsee.

 

St. Peter-Ording

Auf dem Weg nach St. Peter-Ording (ca. 2 Stunden nördlich von Hamburg) schauen wir bei der Seehundstation Friedrichskoog vorbei. Hier werden gestrandete  oder verletzte Seehunde aufgenommen. Wir fanden es total interessant, mehr über die Meerbewohner der Nordsee zu erfahren und es ist richtig süß, den Seehunden bei der Fütterung zuzusehen. Danach machen wir noch einen Spaziergang über den angrenzenden Deich und werden dabei von einigen Schafen begrüßt. Die Landschaft ist echt traumhaft und wir bleiben noch ein bisschen länger.

Deich mit Schaf bei Friedrichskoog, Nordsee

Deich bei Friedrichskoog

Nachdem wir genug frische Luft geschnuppert haben geht’s weiter nach St. Peter-Ording, wo wir zuerst unser Airbnb beziehen. SPO (St. Peter Ording) liegt direkt an der Nordsee besteht aus den Stadtteilen Böhl, Ording, Dorf und Bad – wir wohnen in Böhl und können es echt empfehlen, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Denn Böhl ist etwas abseits des Strubels und ruhiger, man ist jedoch in 5 min im Stadtteil Dorf und in 10 min auch im bekannten Stadtteil Bad.

Es gibt viel zu erleben in SPO – unser Highlight war die Wattwanderung. Über die Termine kann man sich online bei der Schutzstation Wattenmeer informieren, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Wir ziehen erst mal unsere Schuhe aus und steigen in den glitschigen Schlick. Das fühlt sich erst einmal ungewohnt und kalt an, aber laut unserer Wattführerin hat das Watt der Nordsee sogar gesundheitsfördernde Wirkungen – na dann los!

Wir entdecken einige Tierchen im Watt, unter anderem Wattwürmer, Krebse und Fische. Während unserer Wanderung bekommen wir viele Infos zum UNESCO-Welterbe Wattenmeer, seinen Bewohnern und allerlei spannende Infos. Wusstet ihr zum Beispiel wie Ebbe und Flut funktionieren? Wir auch nicht! Alleine deswegen lohnt sich eine Wattführung wenn man vor Ort ist.

Wattwanderung in St. Peter-Ording, Nordsee

Wattwanderung in St. Peter-Ording

Es gibt auch ein paar Leuchttürme zu besichtigen, unter anderem der Böhler Leuchtturm (gleich in der Nähe unserer Unterkunft) und der Leuchtturm Westerheversand. Das typische St. Peter-Ording Foto bekommt man bei dem Steg, an dessen Ende die Strandbar 54 Grad wartet.

Allgemein gibt es in SPO einige Pfahlbauten, das heißt die Restaurants oder Cafés befinden sich direkt über dem Meer (z. B. auch die Seekiste oder die Arche Noah). Im Restaurant dii:ke haben wir sehr gut gegessen und im Café Die Insel kann man einen Kaffee im Strandkorb genießen. Da wir einen Tag Regenwetter hatten, sind wir noch in der Dünentherme gewesen, die ich bei schlechtem Wetter echt empfehlen kann (besonders der Ausblick vom Wasser auf die Dünen ist einmalig).

Sylt

Strand Westerland auf Sylt, Nordsee

Strand Westerland auf Sylt

Nach ein paar tollen Tagen in SPO sind wir dann noch weiter nach Sylt gefahren. Dafür fährt man von SPO ca. 1,5 Stunden nach Niebüll und von dort aus mit dem Autozug Sylt direkt auf die Insel. Die Fahrt an sich ist schon eine Reise wert – man fährt direkt über die Nordsee und kann Sylt in der Ferne schon erahnen – nur etwa 35 Minuten dauert es bis Sylts Hauptstadt Westerland erreicht wird.

In Westerland wohnen wir wieder in einem Airbnb, von welchem wir in 15 min zu Fuß die Innenstadt erreichen. Unser erster Spaziergang geht direkt an den Strand und was uns dort erwartet ist unglaublich: Feinster Sandstrand, ein wunderschönes Meer und strahlender Sonnenschein. Da wird mir wieder bewusst: Man muss nicht in den Flieger steigen um einen schönen Strand zu sehen. Wir bleiben hier für ein paar Stunden und setzen uns in einen gemütlichen Strandkorb, der uns vor dem Wind schützt. Das Nordsee-Wasser ist etwas frisch, aber trotzdem eine willkommene Abkühlung an diesem warmen Septembertag.

Die Westerländer Innenstadt ist eher touristisch mit vielen bekannten Stores. Den Sonnenuntergang sollte man jedoch nicht verpassen – wir haben ihn bei einem Fischbrötchen vom Kult-Imbiss Gosch in einem Strandkorb ausklingen lassen.

Die folgenden Tage erkunden wir die Insel. Dank unsrer knurrenden Mägen landen wir in der Nähe von Kampen im Café Kupferkanne, das süßer nicht sein könnte – ein kleines Häuschen (das mich etwas an Hobbit-Häuser erinnert) inmitten schönster Natur mit einem tollen verwinkelten Garten, in dem man ungestört frühstücken kann. Wir haben sogar das Glück und können einen Tisch mit Meerblick ergattern. Anschließend machen wir noch einen Spaziergang durch die gleich angrenzende Braderuper Heide.

Braderuper Heide auf Sylt, Nordsee

Braderuper Heide auf Sylt

Danach geht’s dann weiter nördlich nach List, wo wir ein paar nette Läden finden. In der Sylter Meersalz Manufaktur kann man Sylter Salz kaufen und im Dünenstrauss gibt es tolle Wohnaccessoires, die in Handarbeit aus Sylter Strandholz hergestellt werden. Danach geht’s weiter zum Ellenbogen, einer wunderschönen Landschaft am nördlichen Ende von Sylt. Ich würde empfehlen, den Ellenbogen per Rad zu befahren. Wer wenig Zeit hat, kann ihn aber auch für wenige Euro Gebühr mit dem Auto erkunden.

KUnser Ausflug in den Süden geht nach Hörnum, wo wir erst etwas an der Uferpromenade entlangspazieren und dann weiter in Richtung Hörnum Odde gehen. Diese schrumpft leider von Jahr zu Jahr und es wurden bereits Betonpflöcke am Strand angebracht, um den Landverlust zu verhindern. Am Rückweg besuchen wir noch die Kaffeerösterei Sylt, welche ich echt empfehlen kann: nette Menschen, tolle Kaffeeauswahl und sehr guter Kuchen!

Fährt man weiter östlich findet man das kleine Städtchen Keitum, wo man in edlen Boutiquen oder Kunsthandwerk Shops stöbern kann. Nachmittag haben wir noch das Aquarium Sylt in Westerland besucht, wo man unter anderem Nordseetiere und auch Rochen oder Haie beobachten kann. Wen danach der Hunger überfällt, holt sich wie wir am besten noch den wohl besten Burger der Insel bei Beach Box.

Wir haben unseren Urlaub im hohen Norden so sehr genossen und die frische Nordseelust hat uns durchatmen lassen.

Lust auf Urlaub in wärmeren Gefilden? Dann schaut euch doch meine Beiträge über Kuba oder Bali an 🙂

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